Idyllisch am Waldrand gelegen, bekam der Schwarzwälder Hof ein neues Leben. Nach zwölf Jahren Leerstand, entschieden sich die aktuellen Eigentümer das Gebäude umfassend zu sanieren, aber gleichzeitig seinen Charakter und das, was es so besonders macht, zu bewahren.
Die historische Bausubstanz blieb weitgehend unverändert. Trotzdem ist beim Beitreten des Gebäudes das zeitgemäße Ambiente zu spüren. Genau diese besondere Verbindung von Moderne und die jahrhundertealter Geschichte macht das Gebäude so eindrucksvoll. Nichts steht miteinander in Konkurrenz, nichts wirkt zufällig. Man spürt Harmonie.
Das wichtigste Material ist Holz. Das Holztragwerk, die Holztüren, Holzfenster, aber auch die Holzbekleidung von Wände, Böden und Decken sowie die Holzmöbel formen ein stimmiges Gesamtbild. Die Lage am Waldrand verstärkt zusätzlich diesen Eindruck. Der Schwarzwälder Hof wird zu einer Art Übergang zwischen Wald und Alltag. Man kommt aus dem Wald und ist auch im Inneren des Gebäudes weiterhin von Holz und Natur umgeben.
Die Ausführungsdetails sind schlicht aber mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Die Installationen sind oft sichtbar als Aufputzinstallationen verlegt. Und warum sollte man die Leitungen verstecken, wenn Sie so sorgfältig ausgeführt sind? Aus Denkmalpflegerischer Sicht ist das ebenfalls eine gute Lösung. Die neuen Elemente bleiben sichtbar und greifen nicht in die historische Bausubstanz ein.
Minimalismus und Eleganz bedeuten hier nicht Kälte. Jedes Detail wurde genau durchgedacht. Das gesamte Projekt wurde von den Eigentümer selbst zusammen mit dem Zimmerer Hannes Göppert erstellt. Das Gebäude wurde auch energetisch saniert. Die historischen Fenster wurden restauriert und durch zusätzlichen, außenliegenden Fenster ergänzt, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Eine Wärmepumpe und eine PV-Anlage tragen zu einem energieeffizienteren Betrieb des Gebäudes bei.
Der Schwarzwälder Hof wurde von der Denkmalstiftung Baden Württemberg bereits zum Denkmal des Monats im Oktober 2025 ausgezeichnet, und das ist gut nachvollziehbar. Er zeigt, dass historische Gebäude nicht nur Relikte der Vergangenheit sein müssen. Sie können weiterhin genutzt werden, Teil unseres heutigen Lebens sein und uns gleichzeitig mit ihrer Geschichte und Architektur begeistern.
Wichtig ist auch: Die Sanierung wurde teilweise finanziell gefördert. Das zeigt, dass Investitionen in die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude auch durch verschiedene Fördermöglichkeiten unterstützt werden können. Mehr Informationen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten findest du hier.
Was denkst du? Kann man in historischen Gebäuden zeitgemäß leben und gleichzeitig ihre Bausubstanz, ihren Charakter und ihre Geschichte bewahren?
Fachplanung und Handwerk
Die Übersicht wird derzeit ergänzt. Weitere Informationen folgen.